Tag 17 unseres Roadtrip

Kleiner Schock zu später Stunde. Um kurz nach 24 Uhr bebt die Erde; aber wir checken das gar nicht richtig. Der Camper macht eine paar Minuten eine rollende Bewegung und im Halbschlaf denken wir, dass jemand sich einen Spaß macht und an unserem Camper schüttelt. Frank eilt noch vorne zum Fahrersitz, zieht die Handbremse an und dann ist der Spuk auch schon vorüber. Wir merken erst am Morgen, dass es sich um ein ziemlich heftiges Erdbeben von einer Stärke von 7,4 gehandelt hat und sind jetzt doch froh, dass wir umgeben von Weinbergen und nicht an der Küste sind. Freunde von uns waren an der Küste und mussten wegen einer Tsunami Warnung in höhere Gebiete fahren.

 

Wir hören, dass der Fähranleger in Picton zerstört wurde und hoffen, dass das mit unserer Fährüberfahrt von Wellington nach Picton am Mittwoch klappt. Wie dem auch sei; in Martinborough ist total schönes Wetter und wir genießen den Sonnenschein und die Wärme. Gegen Mittag machen wir uns ins Stadtzentrum auf und erkunden die Geschäfte. Jetzt steht eine Weinverkostung auf dem Plan. Wir laufen ca. einen halben Kilometer von der Stadtmitte aus und kehren bei Poppies (Mohnblüte) ein. Dort kann man fünf Weine probieren und auch etwas essen. Wir probieren nicht nur, sondern kaufen auch ein.

 

Eine zweite Weinprobe steht noch aus. Das Weingut Schubert gehört einem hochgelobten deutschen Weinmacher, der in Geisenheim gelernt hat (für dein Weinkenner unter uns). Wir probieren uns wieder durch fünf Weine.  Der ausgeschenkte Wein sagt uns allerdings nicht so zu und deswegen machen wir uns weiter in Richtung Stadtzentrum und gehen in ein kleines Café. Dort werden wir von einer Deutschen bedient, die schon seit sechs Jahren in Neuseeland lebt, in Wellington studiert  und aus Bayern kommt. Ja, ja, die Deutschen sind auch überall. Nach einem Kaffee bzw. Chai Latte und einem Stück Kuchen machen wir uns gestärkt in die Weinboutique des Ortes auf und kaufen dort auch noch ein paar Flaschen, die wir bereits am Abend vorher probiert hatten.

Frank ist jetzt vollbepackt und wir laufen Richtung Campingplatz. Wir hoffen jetzt auf eine ruhige Nacht und darauf, dass unsere Fähre am Mittwochmorgen geht, auch wenn es uns hier richtig gut gefällt.